Die Akademie
Die Akademie für Sozialethik und Öffentliche Kultur (ask) wurde im Mai 2007 gegründet und bezog im September 2007 ihre Räumlichkeiten in der Bonner Nordstadt. Sie ist eine unabhängige, private Forschungs-, Bildungs- und Beratungseinrichtung mit der Zielsetzung, die Grundlagen ethischer Urteilsbildung und aufgeklärter Handlungsorientierung in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu erarbeiten und zu vermitteln. Zu diesem Zweck eröffnet sie neue Schnittstellen der öffentlichen Debatte, betreibt Forschung und Lehre im Bereich gesellschaftsbezogener ethischer Fragestellungen, erstellt Vermittlungsformate und Beratungskonzepte auf wissenschaftlicher Grundlage, führt Veranstaltungen, Symposien und Diskursprojekte durch und betätigt sich in Vorträgen und Publikationen.
Die Akademie versteht sich als akademische Einrichtung neuen Typs: als institutionalisierte Schnittstelle, an der wissenschaftliche Forschung, gesellschaftliche Praxis und bürgerliche Öffentlichkeit nicht nur äußerlich, sondern integrativ zusammengeführt und in einen diskursiven Prozess eingebracht werden. Die Befähigung und Bereitschaft zu einem solchen intergesellschaftlichen Diskurs sieht sie als Grundlage einer öffentlichen Verantwortungskultur, die nicht nur für die Aufrechterhaltung einer offenen und humanen Gesellschaft unabdingbar ist, sondern auch für die Bewältigung der konkreten Herausforderungen, denen sich Politik und Wirtschaft, Gesellschaft und Öffentlichkeit, Wissenschaft und menschliche Lebenswelt aktuell gegenüber sehen.

Zielstellung und Konzept

Gemäß ihrem integrativen Ansatz zielt das Angebot der Akademie sowohl auf Breitenbildung der gesellschaftlichen Basis (Bürger und Öffentlichkeit) als auch auf Wissensvermittlung im gesellschaftlichen Spitzenbereich (Wissens- und Verantwortungsträger in Politik, Wirtschaft, Kultur und öffentlichem Leben). Die Akademie vernetzt sich zu diesem Zweck mit Universitäten und wissenschaftlichen Instituten, sie kooperiert mit Schulen und öffentlichen Bildungs- und Kulturträgern und öffnet sich in orientierender Absicht dem Praxisbezug in Unternehmen, Verbänden und politischen Institutionen. Auf diese Weise hält sie gleichermaßen engen Kontakt zum wissenschaftlichen Diskurs, zur öffentlichen Basis und zur gesellschaftlichen Praxis. Als integrative Bildungsplattform steht die Akademie dabei jenseits unfruchtbarer Polarisierungen von Theorie und Praxis, Realität und Idee, Wissenschaft und Öffentlichkeit, ohne zugleich deren notwendige Differenzierungen zu verwischen.  

Die Akademie verfolgt ein sozialethisches Konzept mit dreifacher Zielsetzung: der Beförderung autonomen Urteilsvermögens, der Befähigung zu orientierter  Verantwortungsübernahme und der Vermittlung von kritischer Teilhabekompetenz.  Die Akademie möchte auf diese Weise beitragen zur Realisierung einer verantwortungsvollen öffentlichen Kultur, die Polarisierungen und Gruppenbildungen überwindet und bereit ist, gesellschaftsethische Fragen anzunehmen und ergebnisoffen neu zu diskutieren. Dies setzt auch das Bewusstsein voraus, dass gesellschaftliche Realität in all ihren Facetten immer schon getragen ist von Ideen im weitesten Sinne: von theoretischen Annahmen, geronnenen Wertvorstellungen, geistigen Grundhaltungen und kulturellen Vorprägungen. Es ist daher immer auch Aufgabe einer theoretisch fundierten und zugleich praktisch relevanten Sozialethik, die wirklichkeitsstiftende Bedeutung und die praktische Virulenz solcher ideellen Grundlagen sozialer Wirklichkeit vorbehaltlos zu erfassen, in das öffentliche Bewusstsein zu vermitteln und so zugleich für die gestaltende gesellschaftliche Praxis neu zu erschließen.  

Diesem Grundverständnis folgt die Akademie in allen ihren Tätigkeitsfeldern und Angeboten: Sie gibt nicht praktische Antworten vor, sondern untersucht die Voraussetzungen der Fragen und ermittelt so den Rahmen, auf dem diese Antworten selbstbestimmt gegeben werden können.  

Denn erst wenn wir verstehen, wonach wir fragen, können wir handeln, wonach wir streben.