Finanzen und Verantwortung
Öffentliche Podiendiskussion der Akademie für Sozialethik und Öffentliche Kultur am 30.11.2010 mit anschließendem Empfang in der Redoute, Bonn-Bad Godesberg.

Das Dialogforum „Finanzen und Verantwortung“ ist eine öffentliche Abendveranstaltung, bei der aus unternehmensethischer Perspektive und vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirt­schaftskrise aktuelle Fragen eines verantwortlichen unternehmerischen Handelns speziell in der Finanzbranche zur Sprache kommen. Jenseits vorauseilender Schuldzuweisungen und Wer­tungen soll dabei mit hochrangigen Wirtschaftsvertretern aus der Finanzbranche, mit aus­gewie­senen Experten in den Bereichen Unternehmensführung und Wirtschaftsethik sowie mit erfah­renen Interessenvertretern im Bereich Anlegerschutz über Ursachen und notwendige Konse­quenzen aus der Finanzkrise debattiert werden.

Dabei geht es u.a. um die folgenden Fragestellungen:  

  1. Was sind im Kern die Ursachen der Finanzkrise und welche Rolle spielt die Bank- und Finanz­dienstleistungsbranche in diesem Zusammenhang?
  2. Welche Folgerungen sind aus der Krise zu ziehen und wo liegen die entsprechenden Ansatz­punkte: Bedarf es primär neuer Regularien auf der Ebene der Finanzrahmenordnung (politi­sche Verantwortung)? Oder bedarf es primär eines Umdenkens und Umsteuerns auf der Ebene der Unternehmen (Managementverantwortung), und wenn ja: in welche Rich­tung?
  3. Welche Rolle spielt die Haltung der Kunden in diesem Zusammenhang (Konsumen­tenverant­wortung), wie und in welche Richtung ist ggf. auf dieses einzuwirken?
    Hat ein „ethisches Banking“ überhaupt eine Chance im Wettbewerb?
  4. In welchem Verhältnis steht nachhaltiger ökonomischer Erfolg in der Finanzbranche zu ver­ant­wort­lichem und vertrauensvollem Umgang mit Kunden und Gesellschaft?
    Worin besteht im Kern überhaupt die unternehmerische und gesellschaftliche Verantwor­tung von Banken und Finanzdienstleistern, wo hört diese auf?
  5. Was ist auf der Ebene von Konsumenten, Rahmenordnung und Unternehmen konkret zu tun und welche Vision für das Banken- und Finanzwesen des 21. Jahrhunderts lässt sich ent­wickeln?
Referenten auf dem Podium:
  • Dr. phil. Martin Booms, Direktor Akademie für Sozialethik und Öffentliche Kultur (Einführung und Moderation), Bonn
  • Dr. jur. Julius Reiter, Fachanwalt für Anlage- und Kapitalmarktrecht, Kanzlei Baum, Reiter & Collegen, Düsseldorf-Benrath
  • Prof. Dr. Matthias Schmidt, Lehrstuhl für Unternehmensführung an der Beuth-Hochschule Berlin und Leiter des Instituts für wertevolle Unternehmensführung, Berlin
  • Karl Matthäus Schmidt, Vorstandssprecher der quirin bank AG, Berlin