Konzept der Reihe
Die Reihe Philosophie im Kino ist ein populäres Bildungsformat der Akademie, das in Kooperation mit der Universität Bonn und dem WOKI Bonn durchgeführt wird. Hier werden politische, soziale und wirtschaftliche Fragestellungen mit Bezug zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen anhand ausgewählter Kinofilme einem breit gefächerten Publikum näher gebracht und gemeinsam diskutiert. Die Veranstaltungen setzen sich jeweils zusammen aus einer einleitenden thematischen Einführung, einer anschließenden Filmvorführung und enden mit einer moderierten Publikumsdiskussion.

Teilnehmer bei "Philosophie im Kino"

Intention der Reihe
Die Reihe Philosophie im Kino intendiert, aus philosophischer Perspektive eine Brücke zwischen anregender filmischer Unterhaltung und anspruchsvoller ethischer Reflexion zu schlagen. Sie zielt auf ein gesellschaftlich interessiertes Querschnittspublikum und bedient sich daher des sinnlichen Mediums des Films, das – eingefasst in einen wahrnehmungsfokussierenden Reflexionsrahmen – als Rezeptionshintergrund für ein breiter gefächertes Publikum besonders geeignet ist. Die Themen- und dementsprechende Filmauswahl folgt in der Regel den jeweiligen übergeordneten Themenschwerpunkten der Akademie.

Adressaten
Philosophie im Kino wendet sich an alle Interessierten, die sich aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen anhand ausgewählter und anspruchsvoller, aber zugleich unterhaltender Filme erschließen möchten.

Teilnahme
Die Teilnahme ist ohne vorherige Anmeldung möglich. Karten für die einzelnen Vorstellungen sind gegen das übliche Kinoentgelt direkt über die jeweilige Kinokasse bzw. im Vorverkauf zu beziehen und können nicht über die Akademie bezogen werden. Bis jetzt haben insgesamt 5.895 Teilnehmer/innen an insgesamt 58 Veranstaltungen zu 24 verschiedenen Folgen teilgenommen, das sind im Schnitt 102 Teilnehmer/innen pro Veranstaltung (Stand: 10. Mai 2017).

Internationaler Wirkungskreis
Neben den Veranstaltungen der Reihe in Deutschland werden regelmäßig Veranstaltungen in Wien/Österreich und St. Gallen/Schweiz durchgeführt.

Externe Veranstaltungen
Auf Anfrage können die Ausgaben von "Philosophie im Kino" auch für externe Veranstalter durchgeführt werden, zum Beispiel im Rahmen von übergeordneten Veranstaltungen wie Kongressen, Präsentationswochen etc. oder im Rahmen des Gesamtveranstaltungsprogramms von Bildungseinrichtungen, Stiftungen und Unternehmen. 

Verfügbare Folgen

  • (I) „Die fetten Jahre sind vorbei“, Regie: Hans Weingartner, D 2004
    Fokus: Wohlstand und Freiheit/Gerechtigkeit.
  • (II) “The Straight Story“,Regie: David Lynch, USA 1999
    Fokus: Langsamkeit/Schnelllebigkeit und Lokalität/Globalität.
  • (III) „Free Rainer“, Regie: Hans Weingartner, D 2007
    Fokus: Bildung/Unterhaltung und Medien/Gesellschaft.
  • (IV) „Auf der anderen Seite“, Regie: Fatih Akin, D 2007
    Fokus: Integration/Migration und Heimat/Zugehörigkeit.
  • (V) „Elling“ , Regie: Petter Naess, NOR 2001
    Fokus: Soziale Integration und Eliten/Unterschichten.
  • (VI) "Muxmäuschenstill", Regie: Marcus Mittermaier, D 2006
    Fokus: Recht und Moral/Zivilcourage und Selbstjustiz.
  • (VII) "Out of Rosenheim", Regie: Percy Adlon, D 1987
    Fokus: Heimat und Fremde.
  • (VIII) "It's a Free World", Regie: Ken Loach, UK 2007.
    Fokus: Arbeit, Markt und Gesellschaft.
  • (IX) "Yella", Regie: Christian Petzold, D 2007
    Fokus: Kapitalismus und Lebensträume.
  • (X) "Jerichow", Regie: Christian Petzold, D 2009
    Fokus: Liebe und Geld.
  • (XI) "Das Leben der Anderen", Regie: Florian Henckel v. Donnersmarck,
    D 2006, Fokus: Staat und Sicherheit.
  • (XII) "Das weiße Band", Regie: Christian Haneke, D/AUT/FRA/ITA 2009
    Fokus: Geist und Gewalt, Banalität des Bösen.
  • (XIII) "Das Fest", Regie: Thomas Vinterberg, DK 1998
    Fokus: Macht und Missbrauch, Brüchigkeit und Bürgerlichkeit.
  • (XIV) "In einer besseren Welt", Regie: Susanne Bier, DK/SWE 2010
    Fokus: Gerechte Gewalt, Rache und Vergebung.
  • (XV): "Oh Boy", Regie: Jan-Ole Gerster, D 2012
    Fokus: Sinn des Lebens, Lebenstraum und Zweckrationalität.
  • (XVI) "Jerichow", Regie: Christian Petzold, D 2007
    Fokus: Liebe und Geld.
  • (XVII) "Phoenix", Regie: Christian Petzold, D 2014
    Fokus: Auschwitz und die Auslöschung der Person, D 2014
  • (XVIII) "Wolfsburg", Regie: Christian Petzold, D 2003
    Fokus:Verantwortung und Schuld.
  • (XIX) "Liebe", Regie: Michael Haneke, FR 2013
    Fokus: Liebe und Tod, Demenz und selbstbestimmtes Sterben.
  • (XX) "Gnade", Regie: Mathias Glasner, D/NOR 2012.
    Fokus: Schuld und Sühne, Gnade und Vergebung.
  • (XXI) "Margin Call", Regie: Jeffrey C. Chandor, USA 2011.
    Fokus: Finanzkrise.
  • (XXII) "Brothers – Zwischen Brüdern", Regie: Susanne Bier. DEN 2004.
    Fokus: Gründe und Grenzen von Moral.
  • (XXIII) "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel", Regie: Václav Vorlícek, CSSR/DDR 1973. Fokus: WEIHNACHTSSPECIAL.
  • (XXIV) "Toni Erdmann", Regie: Maren Ade. D 2016.
    Fokus: Authentizität und Selbstinszenierung.

1000. Besucherin der Reihe am 18. April 2008

Preisübergabe an die 1000. Besucherin

Anerkennung für Zuschauertreue
In der Veranstaltung am 18.04.08 in Bonn konnte die insgesamt eintausendste Besucherin der Reihe "Philosophie im Kino" begrüßt werden. Stellvertretend für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekam sie als Zeichen der Anerkennung und des Dankes ein Präsent überreicht: 2 Freikarten für die nächste Folge von "Philosophie im Kino" sowie ein BMW-Sportcoupé 645i in metallic silber. Der Neuwagen im Gesamtwert von 3,95 € wurde originalverschweißt vor Ort überreicht.