Auf der anderen Seite
Thema: Die Heimat, die Fremde und der Tod - Migration im Spannungsfeld von Identität und Anderssein
Einführung
Fragen nach dem Umgang mit Migration und Integration sind – nach jahrzehntelanger Verdrängung – in jüngster Zeit zu einem zentralen Thema der öffentlichen und politischen Debatte in Deutschland geworden. Während in kommunalen Integrationskonferenzen und nationalen Integrationsberichten über die richtigen Formen des gesellschaftlichen Miteinanders gerungen und beratschlagt wird, zeigen die Reaktionen etwa auf den Ludwigshafener Wohnhausbrand oder den Kölner Auftritt des türkischen Ministerpräsidenten, wie hochsensibel und emotional behaftet die Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts in einer von Migration geprägten Gesellschaft sind.

Die teils aufgeregte Emotionalität dieser Debatten spiegelt dabei eine tief reichende Verunsicherung: Unsicherheit über die eigene Identität und Zugehörigkeit. Das Bedürfnis nach heimatstiftender Identität und das Bestimmungsdefizit in dieser Frage betrifft dabei „beide Seiten“: die in Deutschland lebenden MigrantInnen ebenso wie die Ursprungsmitglieder der Einwande­rungs­gesellschaft selbst. Deutlich wird dies schon in den Versuchen, diese „beiden Seiten“ überhaupt begrifflich zu fassen und abzugrenzen: Da werden – auch in offiziellem Kontext – die „Menschen mit Migrationshintergrund“ den „Bio-Deutschen“(!) gegenübergestellt. 

Lassen sich so aber die beiden Seiten sinnvoll bestimmen, zwischen denen sich Integration abspielen soll? Woran bemisst sich denn überhaupt, was die „eine“ und was die „andere“ Seite ist? Wo ist ein Mensch zuhause und wann ist er angekommen? Woran bemisst sich, was die Heimat ist und was die Fremde? Sind dafür geographische, kulturelle oder gar biologisch-ethnische Zugehörigkeiten ausschlaggebend? Was sind eigentlich die Orte, zwischen denen sich Integration abspielt: Wer wird von wo nach wohin integriert – und von wem? Was ist überhaupt der Kern gemeinsamer Identität, auf die Integration hinaus will, und wodurch ist sie begründet?

(Auszug aus der Programmbroschüre. Ganztext im Download-Bereich unten.)


Bisherige Veranstaltungen

  • 02.03.2016, Kinok St. Gallen.
    Teilnehmer: 69.
  • 22.02.2016, Harmonie Bonn.
    Teilnehmer: 172.
  • 27.09.2012, Kinok – Cinema in der Lokremise, St. Gallen/Schweiz.
    Teilnehmer: 65.
  • 18.04.2008, WOKI Bonn.
    Die Erstausgabe von "Philosophie im Kino IV" erfolgte in Verbindung mit der Universität Bonn. 240 Zuschauer diskutierten über die Frage, was Integration im Blick auf Heimat und Fremde bedeutet. Dabei wurde zum einen betont, dass Integration immer auch eine Frage der persönlichen Integrität ist; weiterhin wurde in einem eindrucksvollen Teilnehmerbeitrag hervorgehoben, dass bei allen theoretischen Konzepten zur Integration nicht vergessen werden darf, dass Integration über ein konkretes soziales Verhalten im Alltag - gleichsam an der Haustür gegenüber - funktioniert.

1000. Besucherin begrüßt

Preisübergabe an die 1000. Besucherin

Preisübergabe

In der Veranstaltung am 18.04.08 in Bonn konnte die insgesamt eintausendste Besucherin der Reihe "Philosophie im Kino" begrüßt werden. Stellvertretend für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekam sie als Zeichen der Anerkennung und des Dankes ein Präsent überreicht: 2 Freikarten für die nächste Folge von "Philosophie im Kino" sowie ein BMW-Sportcoupé 645i in metallic silber. Der Neuwagen im Gesamtwert von 3,95 € wurde originalverschweißt vor Ort überreicht.