Brothers - Zwischen Brüdern
Thema: Bedingung und Begründung von Moral.
Jenseits von Gut und Böse. Über die Gründe und die Grenzen von Moral

"Die Moral hat immer Konjunktur – und ebenso die Moralkritik. Denn einerseits hat jeder genuin menschliche Lebensbereich eine moralische Dimension, denn alles Menschliche steht am An­fang und am Ende unter der Frage nach dem richtigen oder fal­schen Tun. Aber zugleich scheint nichts so fraglich wie die Krite­rien, an denen sich die Bestimmung und die Unterscheidung von Richtig und Falsch bzw. Gut und Böse bemessen sollen. Jede Moral als geronnener Ausdruck der verinnerlichten Vorstellungen davon, was als gut oder schlecht zu gelten hat, sieht sich daher der Moralkritik ausgesetzt – und dem Widerspruch konkurrieren­der moralischer Überzeugungen. Moral muss daher immer ethisch begründet werden, um normativ verbindlich zu sein. Worin bestehen aber legitime Gründe, durch sich die Moral fun­dieren lässt?"

(Auszug aus der Programmbroschüre. Ganztext im Download-Bereich unten.)


Informationen zum Film

"Brothers – Zwischen Brüdern", Dänemark 2004.

Regie: Susanne Bier
Drehbuch: Susanne Bier, Anders Thomas Jensen
Produktion: Peter Aalbæk Jensen, Sisse Graum Jørgensen
Kamera: Morten Søborg
Schnitt: Pernille Bech Christensen, Adam Nielsen
Musik: Johan Söderqvist
Darsteller: Connie Nielsen, Ulrich Thomsen, Nikolaj Lie Kaas u.a.
Länge: 110 Minuten.

Brothers ist eines der frühen, am Dogma-Stil orientierten Filmwerke der dänischen Regisseurin Susanne Bier. Äußer­lich ist es als klassische Dreiecksbeziehung konzipiert, in de­ren Zentrum die beiden sehr verschiedenen Brüder Michael (Ulrich Thomsen) und Jannik (Nikolaj Lie Kaas) sowie Michaels Frau Sarah (Connie Nielsen) stehen. Dieses zu­nächst festgefügte Beziehungsgeflecht gerät in Bewegung, als der ältere Bruder Michael von einem soldatischen Aus­landsein­satz mit einem furchtbaren Geheimnis nach Hause kommt – und der einst verantwortungsvolle, liebevoll-treue Familien­vater sich auf dramatische Weise zu verändern be­ginnt und alle Beteiligten in einen immer reißenderen Strudel der Ver­derbnis zu ziehen droht.
 
  • 15.11.2016. Kinok, St. Gallen/Schweiz (Premiere).
    Teilnehmer: 96 (ausgebucht). 
  • 13.02.2017. Harmonie, Bonn.
    Teilnehmer: 150.