Melancholia
Thema: Die Melancholie des Daseins oder Über die Endlichkeit aller Dinge
Melancholia ist ein Endzeitfilm des ebenso umstrittenen wie meisterhaften dänischen Regisseurs Lars von Trier. In sei­nem Zentrum stehen die beiden völlig verschiedenen Schwestern Justine (Kirsten Dunst) und Claire (Charlotte Gainsbourg), die im Angesicht einer immer un­vermeidlicher sich abzeichnenden kosmischen Katastrophe nicht nur dem eigenen, sondern dem Ende aller Dinge entgegensehen. Melan­cholia ist vor diesem Hintergrund eine gewaltige, be­unruhigende und zugleich irritierend ästhetische Pa­rabel über die unentrinnbare End­lichkeit menschlichen Daseins und die Vergänglichkeit aller Dinge – und über den melancholi­schen Charakter der Schönheit, die sich da am reinsten zeigt, wo ihre radikale Vergänglichkeit am klarsten zum Be­wusstsein kommt.


Informationen zum Film

"Melancolia", Dänemark 2011

Regie: Lars von Trier
Drehbuch: Lars von Trier
Produktion: Meta Louise Foldager, Louise Vesth
Kamera: Manuel Alberto Claro
Musik: Richard Wagner
Darsteller: Kirsten Dunst, Charlotte Gainsbourg, Alexander Skarsgård, Kiefer Sutherland u.a.
Länge: 135 Minuten.

Seine Premiere feierte Melancholia im Mai 2011 während der 64. Filmfestspiele von Cannes. Bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des Films provozierte Lars von Trier aufgrund empathischer Äußerungen zu Adolf Hitler einen Eklat, wo­raufhin er von der Festivalleitung zur „persona non grata“ erklärt wurde. Gleichwohl wurde der Film von der Kritik posi­tiv aufgenommen und konnte in der Folge über 30 internati­onale Auszeichnungen gewinnen, darunter die Goldene Palme für Kirsten Dunst in der Kategorie „Beste Darstelle­rin“ sowie insgesamt drei Europäische Filmpreise.

  • 13.06.2017, Kinok, St. Gallen/Schweiz (Premiere).
    Teilnehmer: N.N.