Philosophie in der Krise
Öffentliches Symposion anlässlich des 5. UNESCO-Welttages der Philosophie am 18. November 2010 im Festsaal der Universität Bonn

Die sogenannte Wirtschafts- und Finanzkrise gibt nicht Grund, aber Anlass zu einer Neureflexion des Verhältnisses von Philosophie und Ökonomie. Welche Art von Krise steht hier eigentlich zur Debatte? Wo liegt überhaupt die philosophische Dimension wirtschaftlicher Zusammenhänge? Welche Verantwortung hat die Philosophie in der Diskussion ökonomischer Fragen, welche Erwartungen sind vernünftigerweise an sie zu stellen? Ist die Philosophie diesen Erwartungen gewachsen – oder kommt in ihrem Umgang mit der Wirtschaftskrise gar eine Krise der Philosophie selbst zum Ausdruck?

Diese Fragen sind Gegenstand eines öffentlichen Symposions, dass die Akademie für Sozialethik, die Fachschaft Philosophie und das Institut für Philosophie der Universität Bonn anlässlich des 5. UNESCO-Welttages der Philosophie in Kooperation mit der Deutschen Unesco-Kommission e.V. im Festsaal der Universität Bonn veranstaltet.

Referenten sind neben dem Wirtschaftsphilosophen und ask-Direktor Dr. Martin Booms der Inhaber des Lehrstuhls für politische Philosophie an der Universität Bonn, Prof. Dr. Christoph Horn, und der Inhaber des Lehrstuhls für Unternehmensführung an der Beuth-Hochschule in Berlin, Prof. Dr. Matthias Schmidt (zugleich Beiratsmitglied der ask).

Die Vortragsthemen lauten:

  • Was heißt 'ökonomische Realität'? Zur Unvermeidlichkeit philosophischer Bestimmung von Wirtschaft (Dr. Martin Booms),
  • Moral in der Krise? Zum Verhältnis von Ethik und unternehmerischer Praxis (Prof. Dr. Matthias Schmidt), 
  • Wie verhält sich die Philosophie in der Krise? (Prof. Dr. Christoph Horn).