Philosophie der Arbeit
Beginn: 29.10.2004, Ende 04.02.2005, Universität Bonn, zusammen mit dem ehemaligen Bundesarbeitsminister Dr. Norbert Blüm.

Motto

Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kömmt aber darauf an, sie zu verändern.“
(Karl Marx)

„Die Geschichtsphilosophen haben die Welt nur verschieden verändert; es kömmt aber darauf an, sie zu verschonen.“
(Odo Marquard)

Fragestellung

Der Begriff der Arbeit wird angesichts aktueller Umstrukturierungsprozesse der sozialen Landschaft politisch und öffentlich diskutiert wie kaum ein zweiter, die Frage nach dem politischen und sozialen Umgang mit dem Faktor Arbeit ist so aktuell und so akut wie sel­ten zuvor. Was aber ist eigentlich der Faktor Arbeit, wodurch ist Arbeit eigentlich definiert? Welche Rolle spielt Arbeit in unserem Leben und in der Gesellschaft, und welchen Stellen­wert räumen wir Arbeit ein, welchen Status messen wir ihr zu? Wovon hängt dieser Stel­lenwert ab? In welchem Zusammenhang steht Arbeit mit unserem Streben nach einem gelungenen und erfüllten, d.h. geglückten Leben? Gibt es eine Sinn- oder Wertdimension von Arbeit jenseits des ökonomischen Aspekts? Gehört Arbeit gar zum Menschsein selbst, ist Arbeiten ein zeitloses Wesensmerkmal des Menschen? Oder stellt Arbeit lediglich einen ökonomischen Faktor der materiellen Lebensabsicherung und Bedürfnisbefriedigung dar?